Frederike Arp: Spaß als Antrieb fürs Engagement im Ehrenamt

Sie werkeln zumeist im Hintergrund, stecken aber unzählige Stunden in ihre Leidenschaft und sind ein wichtiger Bestandteil des Triathlonsports: Die Ehrenamtlichen. In einer Serie stellen wir im Triathlon ehrenamtlich Engagierte vor: Heute: Frederike Arp. Frederike ist Jugendreferentin des Baden-Württembergischen Triathlon-Verbandes, gehört dem Jugendausschuss der Deutschen Triathlonjugend (DTJ) an und ist dort für den Bereich Vereins-/Jugendsport zuständig.

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Ich bin immer mit Begeisterung dabei, wenn es gilt, etwas im Team zu schaffen.
Friederike Arp

Wenn man Frederike fragt, welche Bedeutung Triathlon für sie hat, dann sagt sie Sätze wie: „Triathlon nimmt einen Teil von meinem Leben ein". Oder: „Ohne Triathlon wäre ich nicht ich“. Oder: „Ohne Triathlon hätte ich nicht so viel Spaß“. Triathlon ist nicht Frederikes Leben. Aber Triathlon ist ein wichtiger Bestandteil von Frederikes Leben. Weniger als Athletin. Sondern mittlerweile vielmehr als Ehrenamtliche, die kleine Aufgaben in einem großen System übernimmt. Aber das große System, es würde ohne diese vielen kleinen Aufgabenübernehmer*innen nicht so reibungslos funktionieren, wie es mit ihnen funktioniert.

Frederike sagt, ihr Antrieb, sich im Triathlonsport so sehr zu engagieren, ist der Spaß. „Ich finde es wichtig, dass man Spaß hat, wenn man etwas erfolgreich machen möchte“, sagt sie, die sehr lebenslustige 23-jährige Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens. Und sie hat Spaß daran, Trainingsstunden für den Nachwuchs anzuleiten, bei Wettkämpfen die Siegerehrung zu übernehmen oder Jugendcamps zu organisieren. „Natürlich ist es auch Arbeit. Aber Arbeit, die Spaß macht“, sagt sie.

Seit ihrem 13. Lebensjahr ist Frederike Triathletin - nachdem sie zuvor bei einem Duathlon gestartet war und auf Anhieb ihre Altersklasse gewann. Recht schnell stellte sie fest, dass sie den Sport lieber „nur“ auf Hobbyniveau bestreiten will. „Von einer Profikarriere habe ich jedenfalls nur kurzzeitig geträumt“, sagt sie. Um ihre eigene sportliche Karriere richtig voranzubringen, da fehlte Frederike der Biss: „Bei mir war nicht so der Zwang dahinter“, sagt sie. Sie hatte Spaß, ein paar Mal die Woche zu trainieren und bei Wettkämpfen zu starten. Mehr aber auch nicht.

Woran sie auch Spaß hatte: Sich in ihrem Heimatverein, der TSG Limbach, einzubringen. Im Alter von 16 Jahren fing Frederike bei dem Verein im Taunus als Assistenztrainerin an. „Am Anfang war es eine Herausforderung, vor einer Gruppe zu stehen und diese anzuleiten“, sagt Frederike: „Aber es hat mir viel gebracht. Man lernt, vor Gruppen zu sprechen, sich durchzusetzen.“ Und natürlich machte es ihr auch Spaß, vor allem, wenn sie die Übungsstunde so gut gestaltete, „dass die Kinder gar nicht gemerkt haben, dass es ein Training ist“. Der C-Trainer-Schein folgte. Sobald sie 18 Jahre alt war, übernahm sie ihre eigene Gruppe.

Zudem brachte sich Frederike im Jugendausschuss des Vereins ein, organisierte zusammen mit anderen jungen Mitgliedern den Jugendsporttag oder Waffelback-Aktionen. Es gibt viele junge Menschen, die ihre Freizeit lieber anders nutzen – die Alternativen sind groß. „Ich bin immer mit Begeisterung dabei, wenn es gilt, etwas im Team zu schaffen“, sagt sie. So etwas ist für sie dann kein Pflichttermin, sondern ein Zusammentreffen mit Leuten, die sie mag, mit Freunden. „Triathleten sind für mich wie eine Familie“, sagt Frederike.

Nach dem studienbedingten Umzug in den Schwarzwald ist sie nun Trainerin in einem Mountainbike-Verein – einen Triathlonverein gibt es in der näheren Umgebung nicht. Ihre Arbeit als Jugendwartin in Hessen musste sie aufgrund der räumlichen Entfernung schweren Herzens abgeben. Seit dem vergangenen Jahr ist sie zusammen mit Katja Klemm Jugendreferentin des Baden-Württembergischen Triathlon-Verbandes. Zudem gehört sie dem Jugendausschuss der Deutschen Triathlonjugend (DTJ) an, ist dort für den Bereich Vereins-/Jugendsport zuständig. Alles Aufgaben, die ihr richtig viel Spaß machen.

Ihr kennt auch jemanden, der sich in der DTU oder einem der Landesverbände ehrenamtlich engagiert? Dann schreibt eine E-Mail an medien@dtu-info.de. Vielleicht erscheint dann über denjenigen/diejenige bald hier eine Geschichte.